Am 01.März schrieb ein SPON Redakteur, namens Christian Buß, einen Artikel, bzw. eine Rezension über den ZDF-Zweiteiler "Die Gustloff".
So, okay - bis dahin. Aber erstmal:
Die Gustloff... Was ist oder was war das? Ich versuche mich kurz zu halten:
Die "Wilhelm Gustloff" war ein großes Kreuzfahrtschiff zur Zeit der Nationalsozialisten (im weiteren Nazis genannt), und deren Organisation "Kraft durch Freude", kurz
KdF.
Das Schiff schipperte durch die Weltmeere, bevor der Krieg 1939 ausbrach.
Fortan wurde es für Truppentransporte der Wehrmacht und der Kriegsmarine genutzt.
Zum Ende des Krieges, also von Anfang 1945 an, benutzte die Kriegsmarine den Kollos auch als Flüchtlingsschiff der deutschen Zivilbevölkerung.
So auch am 30.Januar 1945. Das Schiff lag in Gotenhafen, in der Nähe von Danzig (damals Deutschland, heute Polen). Die Gustloff wurde seit Tagen mit Soldaten, Flakhelferinnen aber vorallem: mit
Frauen, Kindern und alten Leuten verstaut, die auf der Flucht vor der anrückenden Roten Armee waren. Zu tausenden!
Die genaue Zahl der Passagiere, zum Zeitpunkt des Auslaufens, wird laut heutigen Schätzungen auf 10.300 Menschen beziffert - davon über 8.000 Zivilisten, wovon die Großzahl Kinder waren. Das
Schiff war zum Bersten überfüllt...
Auf dem Schiff herrschte Chaos - von der Kommandobrücke bis in die hinterste Kabine.
Gegen 21.16h wurde das Schiff auf offener See, von vier russischen Torpedos eines U-Bootes der Roten Armee getroffen.
Es sank sehr schnell. Nur etwa 1.200 Menschen überlebten diese Katastrophe, es kamen also schätzungsweise 9.000 Menschen ums Leben. Davon waren 5.000 Kinder verunglückt...
Diese Katastrophe ist damit die größte in der gesamten Seefahrt!
Wird aber, weil zu Kriegszeiten stattgefunden, nicht gerne als offiziell größte Schiffskatastrophe angesehen.
Auch von Herrn Buß nicht, der den gleich näher im Detail besprochenen Artikel verfasst hat!
Man kann natürlich sagen, dass der Kapitän des U-Bootes in dieser Situation "richtig" gehandelt hat. Es war Krieg, es war also seine Pflicht so zu handeln. Die Kapitäne auf der Gustloff haben viele
Fehler gemacht (wie auch die Filmproduktion des ZDF, das hat Herr Buß richtig erkannt...), weshalb nicht klar ersichtlich wurde, dass die Gustloff voll mit Zivilisten war.
Auf der anderen Seite wusste aber Stalin sehr wohl, dass die deutsche Bevölkerung aus Schlesien, Pommern und Ostpreußen (heute Polen und Russland) über die Ostsee gerettet werden sollte...
Posthum wurde also 1990 dem Kapitän die Ehre zuteil: "Held der Sowjetunion"...
Da wusste man allerdings schon 100%ig, dass auf der Wilhelm Gustloff über 9.000 Menschen das Leben verloren hatten - und vorallem: Zivilisten!
Nun aber zurück zu Herrn Buß und seinem geschmacklosen und linksradikalen Artikel (das möchte ich ihm unterstellen).
Ich kann nicht verstehen, wie dieser Artikel, der so viel Hass und Verachtung ausdrückt, überhaupt veröffentlicht wurde.
Buß schreibt: [Zitat] "Denn der frühere KDF-Kreuzer, der in der Nacht auf den 31. Januar 1945 in der eiskalten Ostsee unterging und 9000 Kinder, Frauen, alte Männer und nur ein paar Soldaten
mit sich riss, lässt sich bequem als schiefes Sinnbild in Szene setzen: Da säuft ein Volk von Unschuldigen ab."[Zitat Ende]
Genau - diese Kinder, diese Nazischweine - also Nazikinder (wie BILD hier schreiben würde) - die nach ihren Nazimamas schreien, die losgerissen von ihren Angehörigen totgetreten werden, stürzen,
die Hand ihrer Mutter verlieren, die weinen und schreien, die nicht wissen, was los ist, die ertrinken und/oder elendig in der eiskalten Ostsee erfrieren...
Umkehrschluss: Will uns Buß damit sagen, dass er und damit auch der SPIEGEL der Meinung ist, dass diese Kinder den Tod verdient haben - weil sie unter dem NS-Regime
aufwuchsen?
Von der Redaktion habe ich darauf keine Antwort erhalten. Nicht vom Chefredakteur, nicht von Herrn Buß selbst.
Tage nach dem Artikel, in dem unsere Vorfahren - unsere Verwandten, Freunde und Familien allesamt als Schuldige am Holocaust und an Hitler mit seinem verbrecherischem Naziregime beschimpft werden,
eröffnete SPON einen Threat im Forum zum oben genannten Artikel.
Wieder einige Tage später wurde dieser geschlossen. Die Leser hatten sich stark brüskiert gegen den schändlichen Artikel. Einer schrieb sogar, dass dieser menschenverachtend wäre, wenn man die große Zahl der toten Kinder betrachte!
Meines Erachtens nach hätte sich dieser Redakteur öffentlich entschuldigen müssen.
Der Presserat hat nur mit den Achseln gezuckt - die machen zur Zeit nur was gegen Printmedien.
Und wenn sie was tun, dann nur "rügen". Also wahrscheinlich schreiben die dann so was, wie:
"Du, du, du - dass das nicht mehr vorkommt! Haben wir uns verstanden?"
Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum bei SPON und auch beim SPIEGEL so viel Hass auf unsere Familien und auf die Deutschen, die unter dem NS-Regime lebten, gewälzt wird.
Diesen Linksradikalismus finde ich ebenso beschämend und schmutzig, wie den rechten!
Das dies dann auch in der Presse (damit ist nicht die BILD gemeint - dies ist keine ernsthafte Presse!) so ausgelebt wird, ist ekelhaft!