SPON hat gerade ein Interview veröffentlicht, mit dem US-Schriftsteller Nicholson Baker, der eine Chronik über den Zweiten Weltkrieg verfasst hat.
Das Interview führte die SPIEGEL-Mitarbeiterin Susanne Weingarten in Boston.


Ich möchte gar nicht groß Stellung dazu beziehen, was genau in dem Interview gefragt und geantwortet wurde. Es ist aufschlussreich und das Buch scheint interessant.
Aber eins stieß mir gerade ins Auge.

Frau Weingarten kann nicht differenzieren und ereifert sich mit dem Vorwurf der Kollektivschuld:

[Zitat:]

SPIEGEL: Aber systematisch ermordet wurden die Juden von den Deutschen.

Baker: Die Juden waren Geiseln im Nazi-Deutschland, und sie konnten nicht heraus. Stellen Sie sich ein Gebäude vor, dessen Bewohner von einem irren Kidnapper gefangen gehalten werden. Der lässt plötzlich zehn Geiseln laufen, aber als sie zum Ausgang kommen, sagen die Polizisten draußen: Nein! Ihr müsst zurück ins Haus. Und dann sagen die Polizisten: Wir wissen, wie man diesen Irren stoppt, wir zerschießen alle Fenster und stecken das Gebäude in Brand. Ist das etwa ein Vorgehen, das auf das Wohl der Geiseln bedacht ist? Die westlichen Alliierten haben den Krieg nicht zur Rettung der Juden geführt. Für Churchill war es ein Krieg für das britische Empire.

SPIEGEL: Waren Sie überrascht über das Ausmaß des Antisemitismus damals in den USA und in Großbritannien?

Baker: Man muss unterscheiden zwischen dem Antisemitismus als Staatsterrorismus, der in Deutschland herrschte, und dem Salon-Antisemitismus, (...)

[Zitat Ende]


Das ist FALSCH!
Systematisch wurden die Juden - sowie
Systemgegner, Homosexuelle, Sinti und Roma und all die anderen - vom NS-Regime getötet!
Und nicht, wie behauptet von den Deutschen!
Eine Kollektivschuld an der Massenvernichtung gibt es nicht.

Das wäre ja schlimm. Dann müssten nämlich alle Deutschen angeklagt und zum Tode verurteilt werden.
Dem Linksradikalismus sei Dank gibt es einen neuen Fahrplan beim SPIEGEL...


von SPONblog
empfehlen
création de blog sur de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden